Angeberwissen


Was ist „Surströmming“ ?

Surströmming gilt in Schweden als Delikatesse. Es ist ein vergorener Ostseehering, der seeeehr stark riecht.

An Bord von einigen Fluggesellschaften ist er wegen Explosionsgefahr ausdrücklich verboten.

In Köln durfte einer Frau die Wohnung fristlos gekündigt werden, weil sie die Tunke im Treppenhaus verteilt hatte. Das Gericht, dass über die Kündigung verhandeln musste, traf seine Entscheidung, nachdem im Gerichtssaal eine Dose davon geöffnet wurde.


Warum gibt es eigentlich alle vier Jahre ein sogenanntes Schaltjahr?


Der julianische Kalender ist einer der ältesten Solar-Kalender und Vorläufer des heute gebräuchlichen gregorianischen Kalenders. Er wurde in Ägypten entwickelt und von Julius Caesar im Jahre 45 v. Chr. im Römischen Reich eingeführt. Das tat er nicht etwa wegen seiner Beziehung zu Cleopatra, sondern weil der damalige römische Kalender regelmäßig und in relativ kurzen Abständen Korrekturen von mehreren Wochen bedurfte. Diese Kalender-Berechnung wird heute in der Wissenschaft rückwirkend auch für die Jahre vor dem Wirken Caesars verwendet.

Das Jahr war damals, wie beim heutigen Kalender in die zwölf Monate Januar bis Dezember gegliedert. Auf drei Gemeinjahre mit 365 Tagen folgt bei ihm ein Schaltjahr mit dem 29. Februar als zusätzlichen Tag. Geschaltet werden die Jahre mit durch vier teilbarer Jahreszahl. Die durchschnittliche Jahreslänge beträgt 365,25 Tage. Damit ist das julianische Jahr gegenüber dem Sonnenjahr um etwa 11 Minuten und 14 Sekunden zu lang. Das führt zu einer zunehmenden Abweichung vom Sonnenlauf, die im 14. Jahrhundert schon mehr als sieben Tage betrug.

Papst Gregor XIII. Führte im Jahre 1582 den gregorianischen Kalender mit einer verbesserten Schaltregel ein. Diese besagt, dass volle Jahrhunderte nur dann Schaltjahr sind, wenn sie durch 400 teilbar sind. Daher war beispielsweise das Jahr 2000 ein Schaltjahr, dass Jahr 1900 dagegen nicht.

Für den Übergang bestimmte Gregor XIII. Weiterhin, dass auf Donnerstag, den 04. Oktober 1582 (julianisch) direkt Freitag, der 15. Oktober 1582 (gregorianisch) zu folgen hatte, womit 10 Tage unter Beibehaltung des Wochentages übersprungen wurden.

In Schaltjahren wird der Februar um einen Schalttag verlängert. Dadurch erhalten diese Jahre einen 29. Februar, der dann der 60. Tag des gregorianischen Kalenders ist. Im römischen Kalender war der Februar übrigens der letzte Monat und deshalb derjenige, dem die Schalttage hinzugefügt wurden.

Alles Klar?

Hier noch einmal einfach erklärt:  Einen Schalttag gibt es, damit Ostern im Frühling bleibt. Unsere Jahreszeiten werden durch die Runden der Erde um die Sonne bestimmt. Das dauert 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden pro Tour. Unser Jahr fängt also immer fast sechs Stunden zu früh an. Das fällt kaum auf, würde aber irgendwann Winter im Juli bedeuten. Also verlängert man alle vier Jahre das Kalenderjahr um einen Tag - dann passen unsere Feste wieder zur Erdbewegung.  

Wobei....naja, oftmals haben wir inzwischen ja auch im Januar schon Frühling und unsere Narzissen stehen bereits heute, am 21. Feb. 2020, fast in voller Blüte. Aber das ist nun wahrlich nicht die Schuld vom „ollen Julius“ und deswegen wurde er auch nicht am 15. März 44 v. Chr. ermordet...aber das nur nebenbei.....


 Taumatawhakatangihangakoauauotama-teaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu



....ist der Māori-Name eines 305 Meter hohen Hügels und einer der wohl längsten Ortsnamen der Welt.

Übersetzt heißt er: "Der Ort, an dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der Berge hinabrutschte, emporkletterte und verschluckte, bekannt als der Landfresser, seine Flöte für seine Geliebte spielte" - wie romantisch.

 

Verfranzen

 Bei einem Manöver im Jahr 1912 wurde dem militärbegeisterten Kaiser Wilhelm II zum ersten Mal ein zweisitziges Aufklärungs-Flugzeuge vorgeführt. Nach dem Manöver verlangter er beide Besatzungsmitglieder zu sprechen. Es kam aber nur der Pilot. Auf die Frage nach dem Namen des zweiten Besatzungsmitglied, also dem Navigator/Beobachter, antwortete der Pilot (der Überlieferung nach)

Kann ich Ihnen leider nicht sagen, Euer Majestät, ich kenne ihn nicht weiter, ich nenne ihn Franz“. Bis heute der Name Franz als Bezeichnung für den für die Navigation zuständigen Copiloten erhalten geblieben.
Ist man die falsche Route geflogen, so hatte man sich demnach verfranzt, da der Franz versagt hatte.


Etwas unter denTisch fallen lassen  

 Bedeutung: Etwas verschweigen, etwas Unangenehmes nicht zur Sprache bringen, etwas unbeachtet / ungetan / unberücksichtigt lassen

Herkunft: Früher ließ man Knochen und andere unverdauliche Speisereste einfach unter den Tisch fallen, worüber sich dann die Haustiere freuten. Dies wurde irgendwann sprichwörtlich auf “unverdauliche”, also unangenehme Themen übertragen. So liegt etwas auf dem Tisch, was offen ausgesprochen wird, während man anderes, unangenehmes, gerne “unter den Tisch fallen lässt”, oder sogar verschleiert also „unter den Teppich kehrt“.


Alles in Butter
Jeder Mensch freut wenn bei ihm selbst und übderhaupt der Welt "Alles in Butter" ist. Doch die wenigsten wissen ob des Ursprunges dieser Redewendung.

Wie viele andere kommt auch diese sie aus dem Mittelalter. Damals wurden teure Gläser aus Italien über die Alpen nach Deutschland transportiert. Blöderweise gingen die meisten davon – bei all dem Gewackel – schnell zu Bruch.Ein gewitzter Händler hatte schließlich den rettenden Einfall: Er legte die Gläser in Fässer und goss dann heiße, flüssige Butter darüber. Als die Butter abgekühlt und fest geworden war, waren damit auch die Gläser fixiert. Jetzt konnte ihnen das Gerumpel auf dem Wagen nichts mehr anhaben. Selbst wenn eines der Fässer von der Kutsche fiel, blieben die Gläser heil. Und so war eben "alles in Butter"!Dieses Prinzip wendete auch der Adel an. Wenn dieser von Hofsitz zu Hofsitz zog, musste immer der ganze Hausrat mit und die wertvollen Porzellane und Gläser wurden in Butter eingelassen. Am Ziel angekommen, war die erste Frage: “Ist noch alles in Butter?”



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