Angeberwissen
Woher kommt das @-Zeichen?

 

 

 

Der eigentliche Ursprung des Symbols ist unklar. Es gibt mehrere Hypothesen.

Zwei davon werden bereits im Mittelalter angesiedelt: entweder die Entstehung als handschriftliche Verschmelzung der Buchstaben „a“ und „d“ des lateinischen Wortes „ad“ (übersetzt: „zu“) oder als Abkürzungszeichen. In Italien soll es bereits im 16. Jahrhundert als Hohlmaßeinheit genutzt worden sein.

Die schlüssigste Theorie ist jedoch, dass die Mauren das Zeichen als Maßeinheit auf die Iberische Halbinsel brachten, was heute noch auf aus dieser Zeit stammenden Wein- und Olivenfässern zu sehen ist.  In der Folge nutzten es spanische, portugiesische und dann auch französische Kaufleute, die mit Stieren und Wein handelten, als ein Maß für Festes und Flüssiges namens „ arroba“, etwa zehn Kilogramm oder 15 Liter. Das Wort „arroba“ ist arabisch und bedeutet „das Viertel“. Die Einheit wurde mit dem Zeichen „@“ dargestellt.  Der Name „arroba“ für das @ hat sich seither in Spanien, Frankreich, Portugal und Brasilien erhalten.

In den Akten des Reichskammergerichts aus dem 18. Jahrhundert wurde das @ mit der Bedeutung „gegen“ benutzt, z. B. Maier @ Müller. Im 19. Jahrhundert galt das @-Zeichen als ein kaufmännisches Zeichen: z.B. 5 Äpfel @ (zu) 10 Pfennig. Seit den 1880 Jahren ist das @ auf englischen Schreibmaschinen nachgewiesen.

Bei der Erfindung der Email 1971 wurde nach einem noch ungenutzten Zeichen im Schriftsatz amerikanischer Fernschreiber gesucht, das zwischen Benutzer- und Rechnername gesetzt wird und die beiden Namen eindeutig trennen sollte. Dabei stieß „Ray Tomlinson auf das @ und benutzte es als Symbol für „at“ in E-Mail-Adressen. Die Benennung „at“ (= bei) passte auch deshalb, weil der Benutzername vor dem @ eine Person und die Domain hinter dem @ ursprünglich meist den Großrechner des Betriebs oder Instituts bezeichnete, bei dem die Person arbeitete.

 

Im Englischen wird durchgängig die Aussprache des Wortes „at“ benutzt (wie in I’m at home): das Zeichen heißt dort heute „at sign“ oder „commercial at. Der Name wird im Deutschen in der Regel in der Aussprache angepasst und „Ätt“ ausgesprochen. Seit Anfang 2004 ist das At-Zeichen offizieller Bestandteil des Morsecodes: ·−−·−· (Eingabe wie A, gefolgt ohne Pause von C).

 

Am 22. März 2010 gab das New Yorker Museum of Modern Art (MoMa) bekannt, dass das Zeichen @ in den Bestand des Museums aufgenommen wurde.Von manchen wird das Zeichen auch Klammeraffe genannt – wegen seiner klammerartig geschwungenen Form. Nach einer weiteren Theorie hat sich das @ aus dem französischen „à“ mit der Bedeutung „zu je“ entwickelt.

 


Redewendung: Mein alter Freund und Kupferstecher
Bedeutung:
Kann verschiedene Bedeutungen haben. Wird umgangssprachlich als neckender Ausdruck von freundschaftlicher Anerkennung benutzt. Man kann damit aber eventuell auch Misstrauen ausdrücken.

Herkunft:

Diese Redensart entstand im späten 19. Jahrhundert. Lutz Röhrich, deutscher Volkskundler und Erzählforscher, hält allerdings die Herkunft für unsicher, denn ähnliche Redensarten wie z. B. „Alter Freund und Bildermann“ gab es bereits 1803.

Erklärung:
Kupferstecher wurden im 16 bis 18. Jahrhundert in Malerwerkstätten und Verlagshäusern in großer Zahl beschäftigt, um Gemälde als Kupferstich zu kopieren oder Illustrationen druckfähig zu übertragen. Sie waren selber nicht kreativ tätig, sondern übertrugen die Arbeiten anderer, was aber trotzdem hohe Anforderungen an ihre zeichnerischen und handwerklichen Fähigkeiten stellte.
Wenn man also jemandem ein eigenes Werk zum „in Kupfer stechen“ gab, musste man diesem voll und ganz vertrauen können, wie einem Freund, denn er hatte die Möglichkeit, quasi das „Negativ“ des Werkes zu veräußern oder damit eine unbegrenzte Anzahl von Kopien herzustellen oder gar wie der Kupferstecher Abraham Wolfgang Küfner das ihm von der Stadt Nürnberg überlassene Selbstbildnis Albrecht Dürers 1799 zu fälschen (daher auch abkupfern). Mit dem Aufkommen des Papiergeldes brachten Kupferstecher außerdem die nötigen Voraussetzungen mit, sich als Geldfälscher zu betätigen.





Bildermänner verkauften auf Jahrmärkten Produkte der Kupferstecherei. Friedrich Rückert ( geb. 16. Mai 1788 in Schweinfurt / † 31. Januar 1866 in Neuss) hat so seinen Freund Carl Barth im freundschaftlichen Briefwechsel angeredet - dieser war von Beruf Kupferstecher.

 

Kann der Eiffelturm wachsen?


Das Wahrzeichen der Stadt Paris wiegt 10.100 Tonnen und ist aus Eisen, genauer gesagt aus 18.038 Einzelteilen und mehr als 2,5 Millionen Eisennieten. Inklusive der Turmspitze so wie der Antenne für Fernsehen und Rundfunk ist der Turm 324 Meter hoch. Zumindest meistens. Denn die Höhe des Turms verändert sich – und zwar je nachdem, wie warm oder kalt es gerade ist.

Sonne lässt nicht nur Pflanzen wachsen, sondern auch den Eiffelturm. Deshalb ist er im Sommer etwas 15 bis 30 Zentimeter höher als im Winter. Das liegt daran, dass sich das Eisen ausdehnt, wenn es erhitzt wird. Und da im Sommer den ganzen Tag die Sonne darauf scheint, heizt sich dadurch das Eisen aus. 

Doch nicht nur Hitze und Kälte beeinflussen den Pariser Stahlkoloss. Wegen seiner Höhe ist der Turm auch starken Winden ausgesetzt. Bei sehr starkem Wind kann die Spitze des Turms um bis zu zwölf Zentimeter schwanken. Im Vergleich zu anderen Bauwerken dieser Höhe ist das allerdings relativ wenig. Die Spitze des 508 Meter hohen Taipei 101 in der Hauptstadt von Taiwan schwankt zum Beispiel bis zu 1,30 Meter hin und her.

Übrigens: Die eigentliche Höhe des Eiffelturms bei normaler Temperatur und ohne die Spitze beträgt 300,5 Meter.

Was ist „Surströmming“ ?

Surströmming gilt in Schweden als Delikatesse. Es ist ein vergorener Ostseehering, der seeeehr stark riecht.

An Bord von einigen Fluggesellschaften ist er wegen Explosionsgefahr ausdrücklich verboten.

In Köln durfte einer Frau die Wohnung fristlos gekündigt werden, weil sie die Tunke im Treppenhaus verteilt hatte. Das Gericht, dass über die Kündigung verhandeln musste, traf seine Entscheidung, nachdem im Gerichtssaal eine Dose davon geöffnet wurde.


Warum gibt es eigentlich alle vier Jahre ein sogenanntes Schaltjahr?


Der julianische Kalender ist einer der ältesten Solar-Kalender und Vorläufer des heute gebräuchlichen gregorianischen Kalenders. Er wurde in Ägypten entwickelt und von Julius Caesar im Jahre 45 v. Chr. im Römischen Reich eingeführt. Das tat er nicht etwa wegen seiner Beziehung zu Cleopatra, sondern weil der damalige römische Kalender regelmäßig und in relativ kurzen Abständen Korrekturen von mehreren Wochen bedurfte. Diese Kalender-Berechnung wird heute in der Wissenschaft rückwirkend auch für die Jahre vor dem Wirken Caesars verwendet.

Das Jahr war damals, wie beim heutigen Kalender in die zwölf Monate Januar bis Dezember gegliedert. Auf drei Gemeinjahre mit 365 Tagen folgt bei ihm ein Schaltjahr mit dem 29. Februar als zusätzlichen Tag. Geschaltet werden die Jahre mit durch vier teilbarer Jahreszahl. Die durchschnittliche Jahreslänge beträgt 365,25 Tage. Damit ist das julianische Jahr gegenüber dem Sonnenjahr um etwa 11 Minuten und 14 Sekunden zu lang. Das führt zu einer zunehmenden Abweichung vom Sonnenlauf, die im 14. Jahrhundert schon mehr als sieben Tage betrug.

Papst Gregor XIII. Führte im Jahre 1582 den gregorianischen Kalender mit einer verbesserten Schaltregel ein. Diese besagt, dass volle Jahrhunderte nur dann Schaltjahr sind, wenn sie durch 400 teilbar sind. Daher war beispielsweise das Jahr 2000 ein Schaltjahr, dass Jahr 1900 dagegen nicht.

Für den Übergang bestimmte Gregor XIII. Weiterhin, dass auf Donnerstag, den 04. Oktober 1582 (julianisch) direkt Freitag, der 15. Oktober 1582 (gregorianisch) zu folgen hatte, womit 10 Tage unter Beibehaltung des Wochentages übersprungen wurden.

In Schaltjahren wird der Februar um einen Schalttag verlängert. Dadurch erhalten diese Jahre einen 29. Februar, der dann der 60. Tag des gregorianischen Kalenders ist. Im römischen Kalender war der Februar übrigens der letzte Monat und deshalb derjenige, dem die Schalttage hinzugefügt wurden.

Alles Klar?

Hier noch einmal einfach erklärt:  Einen Schalttag gibt es, damit Ostern im Frühling bleibt. Unsere Jahreszeiten werden durch die Runden der Erde um die Sonne bestimmt. Das dauert 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden pro Tour. Unser Jahr fängt also immer fast sechs Stunden zu früh an. Das fällt kaum auf, würde aber irgendwann Winter im Juli bedeuten. Also verlängert man alle vier Jahre das Kalenderjahr um einen Tag - dann passen unsere Feste wieder zur Erdbewegung.  

Wobei....naja, oftmals haben wir inzwischen ja auch im Januar schon Frühling und unsere Narzissen stehen bereits heute, am 21. Feb. 2020, fast in voller Blüte. Aber das ist nun wahrlich nicht die Schuld vom „ollen Julius“ und deswegen wurde er auch nicht am 15. März 44 v. Chr. ermordet...aber das nur nebenbei.....


 Taumatawhakatangihangakoauauotama-teaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu



....ist der Māori-Name eines 305 Meter hohen Hügels und einer der wohl längsten Ortsnamen der Welt.

Übersetzt heißt er: "Der Ort, an dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der Berge hinabrutschte, emporkletterte und verschluckte, bekannt als der Landfresser, seine Flöte für seine Geliebte spielte" - wie romantisch.

 

Verfranzen

 Bei einem Manöver im Jahr 1912 wurde dem militärbegeisterten Kaiser Wilhelm II zum ersten Mal ein zweisitziges Aufklärungs-Flugzeuge vorgeführt. Nach dem Manöver verlangter er beide Besatzungsmitglieder zu sprechen. Es kam aber nur der Pilot. Auf die Frage nach dem Namen des zweiten Besatzungsmitglied, also dem Navigator/Beobachter, antwortete der Pilot (der Überlieferung nach)

Kann ich Ihnen leider nicht sagen, Euer Majestät, ich kenne ihn nicht weiter, ich nenne ihn Franz“. Bis heute der Name Franz als Bezeichnung für den für die Navigation zuständigen Copiloten erhalten geblieben.
Ist man die falsche Route geflogen, so hatte man sich demnach verfranzt, da der Franz versagt hatte.


Etwas unter denTisch fallen lassen  

 Bedeutung: Etwas verschweigen, etwas Unangenehmes nicht zur Sprache bringen, etwas unbeachtet / ungetan / unberücksichtigt lassen

Herkunft: Früher ließ man Knochen und andere unverdauliche Speisereste einfach unter den Tisch fallen, worüber sich dann die Haustiere freuten. Dies wurde irgendwann sprichwörtlich auf “unverdauliche”, also unangenehme Themen übertragen. So liegt etwas auf dem Tisch, was offen ausgesprochen wird, während man anderes, unangenehmes, gerne “unter den Tisch fallen lässt”, oder sogar verschleiert also „unter den Teppich kehrt“.


Alles in Butter
Jeder Mensch freut wenn bei ihm selbst und übderhaupt der Welt "Alles in Butter" ist. Doch die wenigsten wissen ob des Ursprunges dieser Redewendung.

Wie viele andere kommt auch diese sie aus dem Mittelalter. Damals wurden teure Gläser aus Italien über die Alpen nach Deutschland transportiert. Blöderweise gingen die meisten davon – bei all dem Gewackel – schnell zu Bruch.Ein gewitzter Händler hatte schließlich den rettenden Einfall: Er legte die Gläser in Fässer und goss dann heiße, flüssige Butter darüber. Als die Butter abgekühlt und fest geworden war, waren damit auch die Gläser fixiert. Jetzt konnte ihnen das Gerumpel auf dem Wagen nichts mehr anhaben. Selbst wenn eines der Fässer von der Kutsche fiel, blieben die Gläser heil. Und so war eben "alles in Butter"!Dieses Prinzip wendete auch der Adel an. Wenn dieser von Hofsitz zu Hofsitz zog, musste immer der ganze Hausrat mit und die wertvollen Porzellane und Gläser wurden in Butter eingelassen. Am Ziel angekommen, war die erste Frage: “Ist noch alles in Butter?”



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