Taktisches Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann"



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Stellv. Inspekteur/Luftwaffe - GenLt Dr. Rieks - besucht „Immelmänner“ in Jagel

V.l. Kommodore Oberst Conrath, Generalleutnant Dr. Rieks

Wie läuft es mit der Ausbildung, den Einsätzen, der Luftbildauswertung? Der stellvertretende Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, informierte sich ausführlich über die Mittel des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“, mit denen der Verband seine Aufträge erfüllt. Rieks sieht besonders in der Luftbildauswertung und der unbemannten Luftfahrt eine Weiterentwicklung der Luftwaffe. Und genau dafür ist das Geschwader gut aufgestellt. Mit Einführung der Drohne „Heron TP“, die nach und nach ab 2020 „Heron I“ in den Einsätzen Afghanistan und Mali ablösen soll, erlebt das Geschwader und damit die Luftwaffe einen Quantensprung in der unbemannten Luftfahrt. Der erste Ausbildungsgang für die zukünftigen Bediener hat bereits dieses Jahr in Israel stattgefunden.

Darüber hinaus ließ sich der General genauestens darüber informieren, wie mit den anfänglichen Problemen bei der „Tornado“-Ausbildung umgegangen wird. Nach dem Umzug aus dem US-amerikanischen Holloman stand der Verband vor großen Herausforderungen, die die Mitarbeiter des Verbandes aber mit Professionalität angingen. Diese Erfahrungen werden nun in die Ausbildung mit eingebracht. /Ronald

Quelle: Bundeswehr / Foto´s: Falk Bärwald 

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Spotterday und Tag der Bundeswehr 2019 beim Takt. LwG 51 Immelmann in Jagel

 Am 13. Juni 2019, bereits zwei Tage vor dem großen Tag, dem "Tag der Bundeswehr" am Standort Jagel, wurde in Jagel zum "Spotter-Day" geladen.

Fast 700 Spotter waren dieser Einladung gefolgt. Bewaffnet mit Fotoapparaten, die sogar manch einen Fotojournalisten neidisch machen und mit reichlich Akkus und SD-Cards im Handgepäck wurden sie von einem speziellen Spottereingang mit Bussen zu einer nahe der Start- und Landebahn gelegenen extra abgezäunten "Spotterarea" gebracht. Manche von ihnen waren zusätzlich mit Klappleitern oder mehrstufigen Klapptritten ausgestattet um sich den besten Platz am Zaun für "ihre" Fotos zu sichern. Eine kostengünstige Verpflegung in Form von Getränken, Brötchen und Grillwurst war ebenfalls organisiert.

Auf der Jagd nach immer besseren Fotos verfolgten sie mit angesetzten Kameras die Flugvorführungen, die als erstes von einem Eurofighter eingeleitet wurden. Der Pilot präsentierte seine Maschine mit einer beeindruckenden Wendigkeit. Es folgte der Transporthubschrauber CH 53,  der trotz seiner Größe schon fast wahre Kunstflüge vollbrachte. Die CH-53 ist seit vielen Jahren im Einsatz und ist mit einem max. Startgewicht von ca. 19.000 kg bei einer Nutzlast von über 10.000 kg der größte Transporthubschrauber der Bundeswehr. Mehrere MRCA Tornados, die erst einmal langsam an der Spotterarea vorbei rollten um dann zügig zu starten und erst einige Zeit später wieder zu landen waren dabei schon fast zu schnell für die Kameras. Dabei wurde auch die neue Sonderlackierung der Jubiläumsmaschine zum 25-jährigen Bestehen des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann" im Flug und am Boden vorgestellt.

Auf der Jagd nach immer besseren Fotos verfolgten sie mit angesetzten Kameras die Flugvorführungen, die als erstes von einem Eurofighter eingeleitet wurden. Der Pilot präsentierte seine Maschine mit einer beeindruckenden Wendigkeit. Es folgte der Transporthubschrauber CH 53,  der trotz seiner Größe schon fast wahre Kunstflüge vollbrachte. Die CH-53 ist seit vielen Jahren im Einsatz und ist mit einem max. Startgewicht von ca. 19.000 kg bei einer Nutzlast von über 10.000 kg der größte Transporthubschrauber der Bundeswehr.



 

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Rosinenbomber flogen für Frieden und Freiheit und waren in Jagel herzlichst willkommen

In diesen Tagen jährt sich das Ende der "Operation Airlift", gemeinhin als "Berliner Luftbrücke" bekannt, zum 70ten Mal. Die - selbst nach heutigen Maßstäben - unglaubliche menschliche und logistische Leistung, die hinter der "Berliner Luftbrücke" steht, ist seitdem bis zum heutigen Tag unerreicht. Bezüglich Hintergrundinformationen möchte ich in diesem Fall auch auf die folgende Internetseite hinweisen.

"Sie kommen"..... "Da hinten sind sie". Weit fern am Horizont waren kleine schwarze Silhouetten ebenso zu erkennen, wie auch das ferne und sonore Brummen der Doppelsternmotoren vom Typ Patt & Whiskey R-1830-92 zuhören. Sätze wie "Oh man, ich hab feuchte Augen", oder "Schau mal, meine Nackenhaare stellen sich auf" und "Das erleben wir nie wieder" ..... Ganz kleine schwarze Schatten bewegten sich um die Mittagszeit gemächlich auf den Flugplatz Jagel zu um hier zu landen.

Die Besatzungen waren bei einer feierlichen Kranzniederlegung,  zu deren Anlass den ca. 80 Todesopfern der Berliner Luftbrücke gedacht wurde ebenso anwesend, wie auch zahlreiche geladene Gäste aus den umliegenden Gemeinden. 



Persönlicher Kommentar Paul van Hoff

Zigtausende ehemalige Kriegsgegner sind von Beginn der Blockade durch die Sowjets bis in Herbst 1949 gemeinsam bis an die menschlich Leistungsgrenzen gegangen um eine ganze Stadt zu versorgen. Zu versorgen nicht nur mit Kohle sowie Lebensmitteln....nein, es wurden Bauteile für ein ganzes Stromkraftwerk, verpackt in Holzkisten, geflogen und hüben wie drüben wurden die Transportflugzeuge von unglaublich vielen Menschen be- und auch wieder entladen.

Des weiteren wurden zigtausende kranke Menschen, aber vor allem auch Kinder im Rahmen der "Aktion Storch" von den britischen Maschinen vom Typ DC-3, hauptsächlich über den noch heute existierenden Flugplatz Lübeck Blankensee aus Berlin ausgeflogen.

Man muss sich bei dieser Gelegenheit einmal die Leistungen der damaligen Transportmaschinen vergegenwärtigen. Dazu hilft am Besten ein Vergleich zu den heutigen Maschinen der Luftwaffe.

Die allgegenwärtige Transall kann ca. 16 Tonnen Last / 90 Menschen befördern. Beim neuen Airbus A 400 reden wir schon von einer Nutzlatz von 45 Tonnen. Eine DC-3 konnte seinerzeit gerade einmal ca. 3 Tonnen bzw. ca. 20-25 Menschen befördern.

Nun haben sich Besitzer von noch flugfähigen DC-3-Maschinen und Veteranen der Luftbrücke vor langer Zeit dazu entschieden nach 70 Jahren einen Sternflug in Deutschland zu organisieren. Ziel war es, von einigen der Flugplätzen im damaligen Westen hin nach Berlin zu fliegen und mit den "Rosinenbombern" vielleicht sogar in Berlin Tempelhof (damals Hauptflugplatz der Luftbrücke)  zu landen. Diese Damen und Herren haben mehrere $ 100.000 in die Hand genommen, sind mit ihren über 70 Jahre alten Flugzeugen in mehreren Etappen aus aller Welt nach Deutschland gekommen.......... UND.....der Berliner Senat hatte schon im Vorfeld  eine Landegenehmigung verweigert.  Und nicht nur das.

Selbst einem Überflug über den ehemaligen Flugplatz Berlin-Tempelhof wurde keine Genehmigung erteilt - entsprechende Meldungen können Sie in allen Zeitungen verfolgen. Völlig unverständlich wird diese Abweisung besonders unter dem Aspekt, dass Bundespräsident Frank Walter Steinmeier die Schirmherrschaft über den Sternflug "70 Jahre Luftbrücke" übernommen hat.

Bei allem gebotenem Respekt, aber DAS verstehe wer will.

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