Fünf Fragen an Klaus Kahl -  2. VS DRK-Ortsverein Kropp e.V.

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Herr Kahl, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Amt als stellvertretender Vorsitzender vom DRK-Ortsverein Kropp e.V. In einer Zeit, in der viele Menschen sich leider vom Ehrenamt abwenden, haben Sie sich bereit erklärt sich zur Wahl zu stellen. Was hat Sie dazu bewogen?

Klaus Kahl

Vielen Dank für die Glückwünsche zur Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden beim DRK Kropp. Durch die Anfrage des ersten Vorsitzenden - Uwe Buchholz - bei den ortsaktiven Fraktionen wurde eine Nachbesetzung diskutiert. So kam mein Name ins Gespräch und wurde prädestiniert. Dann führte ich mehrere Gespräche unter anderen mit Ulrich Brüggemeier, Siegfried Höfer und natürlich meiner Frau. Für eine Entscheidung meinerseits musste ich die nächsten Tage stark abwägen. Mir wurde deutlich, dass sowohl die Grundsätze als auch die Ziele des DRK meiner inneren Einstellung entsprechen.

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Sie sind, genau wie ich früher auch, dem Sport des Segelns zugewandt. Auf welchem Kurs segeln

Sie am liebsten: Hart am Wind, bei halbem Wind oder vor dem Wind - wobei ich diese Frage auch im übertragenen Sinne meine....

Klaus Kahl

Es ist gut wenn der Wind aus unterschiedlichen Richtungen weht. So liebe ich Herausforderungen und genieße ebenso das ruhige Fahrwasser. Ich muss nicht alles mit dem Kopf verstehen, ich darf auch geschehen lassen.

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Sie sind gelernter Handwerker und haben den Meisterbrief des Tischlerhandwerks. Handwerk hat goldenen Boden, so hieß es früher jedenfalls. Heute sieht es leider anders aus, und viele Handwerks-Betriebe haben große Probleme Nachfolger bzw. Auszubildende zu finden. Was würden Sie jungen Menschen mit auf den Weg geben, damit diese sich vielleicht doch entscheiden können eine Handwerkslehre zu beginnen?

Klaus Kahl

Handwerk hat goldenen Boden heißt ein altes Sprichwort. Es zahlt sich im Leben nicht alles in Dollar oder Euro aus. Da es andere Werte gibt macht das auch nichts. Diese Werte sind Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit. Die Ausübung eines Handwerks bedeutet auch körperliche Bewegung, geistige Aufgabenstellungen und seelische Anerkennung durch täglichen Mut und stündliche Weisheit.

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Sie sind, neben Ihrer beruflichen Tätigkeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit in den Schleswiger Werkstätten der Diakonie, auch in der Gemeindevertretung Kropp aktiv. Welche Ziele haben Sie im politischen Bereich?

Klaus Kahl

Kropp ist ein schöner Ort zum Wohlfühlen. Das kommt nicht von allein, sondern von Menschen, die sich einbringen. Dazu zählt auch der Einsatz in der Gemeindevertretung. So bringe ich mich aus Dankbarkeit für die Leistungen der bisherigen Entscheidungsträger ein. Die Erhaltung und Ausformung des Erreichten sind wichtige Ziele. Kindergärten, Schule und leistungsfähige Betriebe bieten eine gute Bildungs- und Wirtschaftsgrundlage. Verwaltung, Vereine und Verkehrswege stabilisieren und geben Lebensqualität.

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Zum Schluss unsere persönliche Frage: Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich wünschen?

Klaus Kahl

Bei aller Aktivität will ich innehalten, mich besinnen und zu mir kommen.

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Herr Kahl, wir danken Ihnen für Ihre Zeit und dieses Gespräch

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