Vorläufiges Untersuchungsergebnis zum ungewollten Abwurf der TORNADO-Außentanks am 19. Sept. 2019

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Am 19.09.2019 gegen 15.40 Uhr verlor ein TORNADO Luftfahrzeug zwei Außentanks über Land auf der Rückkehr aus dem Übungsgebiet in der Nähe der Lübecker Bucht. Die Außentanks sind auf unbewohnten Gebiet neben der Ortschaft Pansdorf auf offenem Feld aufgekommen.

Glücklicherweise ist dabei kein Personenschaden entstanden. Bis Freitag, den 20.09.2019, konnten die Tanks durch eine Bergecrew des Taktischen Luftwaffengeschwa-ders 51 „Immelmann“ sichergestellt und nach Jagel verbracht werden.Unmittelbar nach der Landung des betroffenen Luftfahrzeuges wurde die Untersuchung des Vorfalls durchden Flugsicherheitsoffizier des Geschwaderseingeleitet.Neben der techni-schen Überprüfung des Luftfahrzeuges wurde die Befragung der Besatzung durchgeführt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen kann ein technischer Defekt an dem betroffenen Luftfahr-zeug ausgeschlossen werden, so dass davon ausgegangen wird, dass es sich bei dem Abwurf der Außentanksum menschliches Versagen handelte.

Die Luftfahrzeugbesatzung befand sich auf einem Übungsflug mit einem Luftfahrzeug (Trainerversion), welches von beiden Sitzen aus gesteuert werden kann. Der verantwortliche Luftfahrzeugführer und Fluglehrer saß im hinteren Cockpit. Der Flugauftrag beinhaltete simulierte Luftangriffsverfahren, in deren Verlauf es ungewollt zur Absprengung der Außentanks durch den Fluglehrer kam. Der genaue Ablauf des Zwischenfalls ist zurzeit Gegenstand der weiteren Untersuchungen. Ein Flugverbot für die betroffene Besatzung wird nicht ausgesprochen.

Auf Vorschlag des Taktischen Luftwaffengeschwaders51 “Immlemann“wird zur Zeitgeprüft, ob weitere Sicherheitsmaß nahmen zur Vermeidung eines ungewollten Abwurfs der Außentanks, z.B. in Form einer Abdeckklappe über der Notabwurfvorrichtung, im Luftfahrzeug eingerüstet werden können.






Gemeinsam gegen Blutkrebs

Typisierung beim SSV Klein Bennebek

Blutkrebs kann jeden treffen. In jedem Alter, unabhängig von der Herkunft. Etwa alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Patient an Blutkrebs. Nur ein Drittel davon findet Hilfe durch Familienangehörige.

Für Jörg aus Alt-Bennebek kam der Schock vor ein paar Wochen: Jörg ist an Leukämie erkrankt und benötigte eine Stammzelltransplantation. Aber er hatte aber Glück im Unglück: Jörg hatte „seinen“ Spender gefunden und somit eine zweite Chance auf Leben! Viele andere Betroffene Patienten haben dieses Glück nicht. Um ihnen zu helfen, organisierte der SSV Klein Bennebek in Jörgs Namen eine Aktion zur Gewinnung neuer Stammzellspender.

Wir wollten Jörg helfen“, so Jan Hensen vom SSV Klein Bennebek. „Aber Jörg hatte zum Glück sehr schnell einen Spender gefunden. So haben wir beschlossen, mit diesem Aufruf auch anderen Betroffenen eine Chance auf Hilfe zu geben.“

„Stäbchen rein – Spender sein.“ Mit diesem Slogan warb vor einiger Zeit die DKMS für neue Stammzellspender. „Wir haben mit denen Kontakt aufgenommen“, erzählte Jan Hensen weiter.

Und so war am Samstag, dem 14. September 2019 ein Mitarbeiter der DKSM vor Ort in Klein Bennebek. Freiwillige Helfer vom SSV und den Gemeinden Klein Bennebek und Groß Rheide trafen sich im Sportlerheim und ließen sich in die Registrierung von Stammzellspender einführen.

„Für diese Aktion gab und gibt es sehr viele Sponsoren, die uns finanziell helfen diese Registrierung möglich zu machen“, so Jan Hensen weiter. „Jede Registrierung kostet Geld, da jede Spende in einem Labor bestimmt werden muss. Als Verein wären uns ohne die Spenden die Hände gebunden.“

Die vielen freiwilligen Helfer, die ihre Freizeit dafür opferten, und die vielen verschiedenen Sponsoren zeigen die Wichtigkeit dieser Aktion. Und das mit großem Erfolg. Mehr als 100 Bürger im Alter von 17 bis 55 Jahren ließen sich als Stammzellspender registrieren und geben damit Betroffenen eine neue Hoffnung.

 

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